Vergangenes Wochenende bot der KJR Dingolfing-Landau den ersten Teil des Jugendleitergrundkurses auf Grund der großen Nachfrage in diesem Jahr schon zum zweiten Mal an. Die 30 Teilnehmer wurden am Samstagmorgen um 8.30 Uhr von den Referentinnen des Kreisjugendrings: Alexandra Arbinger und Natascha Bauer (Geschäftsleitung) im Stadtteilzentrum Nord in Empfang genommen.
Zu Beginn des Kurses beschäftigten sich die Teilnehmer in Kleingruppen mit der Frage, was einen perfekten Gruppenleiter ausmacht. In einem regen Austausch wurden Eigenschaften, Verhalten und Fähigkeiten eines idealen Leiters diskutiert. Die folgenden Aktivitäten sollten den Teilnehmern helfen, diese Konzepte in die Praxis umzusetzen.
Im „Tower of Power“-Spiel war nicht nur Teamarbeit, sondern auch kreatives Denken gefragt. Beim anschließenden Speeddating tauschten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Partnern über die Motivationen und Eigenschaften von Gruppenleitern aus.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen interkultureller Kompetenz. Die Bilderstaffel, bei der Bilder ausgetauscht und durch Zeichensprache identifiziert werden mussten, zeigte den Teilnehmern auf, wie wichtig nonverbale Kommunikation im interkulturellen Austausch ist. Im weiteren Verlauf des Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer mit kulturellen Unterschieden, insbesondere zwischen Deutschland und der Ukraine.
Im folgenden Spiel sollten die Teilnehmer einen möglichst hohen Turm aus Papier bauen – jedoch unter der Prämisse, dass die Gruppenleiter ihre Gruppen in einem der drei Führungsstile anleiten sollten. Die Teilnehmer wussten zunächst nichts von der Zusatzaufgabe und reflektierten im Anschluss die Auswirkungen auf die Teamarbeit.
Der Sonntag begann mit einem spannenden Spiel, auf das eine Präsentation zur Aufsichtspflicht folgte, bei der den Teilnehmern die rechtlichen Grundlagen der Gruppenleitung nähergebracht wurden. In Kleingruppen bearbeiteten sie anschließend ein Quiz zu rechtlichen Fragestellungen.
Spiele wie „Wäscheklammer anbringen“ und „Blinde Schlange, stärkten das Vertrauen und die Zusammenarbeit in den Teams. Auch das kreative Spiel, bei dem gemeinsam ein Bild gemalt wurde, förderte die Teamdynamik und das Verständnis für Gruppenprozesse.
Am Nachmittag beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit den verschiedenen Gruppenphasen: Orientierungsphase, Gärung/Klärung, Aktivität und Trennung/Krise. In Kleingruppen erarbeiteten sie diese Phasen und präsentierten ihre Ergebnisse.
Insgesamt bot die Schulung den angehenden Jugendleitern nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Übungen und Diskussionen, um das Gelernte direkt anwenden zu können. Die Teilnehmenden zeigten großes Engagement, was zu einer inspirierenden und lehrreichen Atmosphäre beitrug. Insgesamt war die Jugendleiterschulung ein voller Erfolg. Wir sind gespannt auf die positiven Auswirkungen, die diese Schulung auf die Jugendarbeit haben wird.
Mit dieser Schulung, dem 2. Teil des Grundkurses, welcher vom 10.-12. Oktober stattfindet und einem gültigen Erste Hilfe Nachweis können ehrenamtliche Jugendleiter die Juleica beantragen. Die Juleica ist ein bundesweit einheitlicher Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeitende in der Jugendarbeit. Mit dieser können die Besitzer bei verschiedenen Institutionen Vergünstigungen bekommen. Weitere Informationen dazu auf der Homepage: www.kjr-dgf-lan.de